Schadstoffklassen

Bei verschiedenen Produktionsprozessen werden gefährliche Stoffen frei, die die Gesundheit der Beschäftigten beeinträchtigen und gefährden können. Eine Unterteilung der Schadstoffe am Arbeitsplatz kann wie folgt vorgenommen werden:

Vorsicht Falle: Nebeneffekt sind oft unbekannt

In vielen Fällen reicht die Kenntnis der in einem Arbeitsverfahren eingesetzten Stoffe zur Beurteilung der Gefährdung nicht aus. Beim Zusammentreffen mit weiteren Stoffen (z.B. Verunreinigungen), oder bei der Zufuhr von Energie (z.B. Funkenflug) kann es chemisch zur Bildung anderer Stoffe kommen, die ihrerseits eine schädliche Wirkung entfalten. Hierzu sein drei Beispiele für den Maschinenbau genannt:

Verfahren Schadstoff
Schweißen aus Rückständen von Trichlorethylen (Entfettung) auf dem Schweißteil entsteht das akut giftige Phosgen
thermische Behandlung bei der thermischen Behandlung von mit Polyurethanen lackierten Oberflächen bilden sich Isocyanate
Spanen mit
Kühlschmierstoffen
aus Aminen und Nitrit bilden sich krebserzeugende Nitrosamine, z.B. wenn die in den Kühlschmierstoffen enthaltenen Amine mit dem in der Luft oder im Körper enthaltenen Stickstoff reagieren

Die Wirkung von Gefahrstoffen ist abhängig von:

  • der Art des Stoffes
  • Konzentration oder bei Stäuben noch die Partikelgröße
  • Art und Weise der Einwirkung, Einwirkungsdauer
  • Kondition und Konstitution der Person sowie der Tätigkeit
  • Mischung mit anderen Arbeitsstoffen und Einflüssen

Ein Problem beim Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen ist, dass diese vom Menschen oft nicht direkt wahrnehmbar sind. Oft tritt eine Gewöhnung der Wahrnehmung ein, wodurch die warnende Wirkung verloren geht.

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