Isolierstoffklassen

Grenztemperaturen der Isolierstoffklassen nach DIN 0530 Teil 1

Die Vorschriften DIN EN 61558 und DIN-VDE 0570 beschreiben u.a. die thermische Beständigkeit von Isolierstoffen. Bei elektrischen Maschinen werden Verluste immer in Wärme umgesetzt. Deshalb kann eine zu hohe Erwärmung die Isolation speziell in elektrischen Motoren zerstören.

Die Vorschriften DIN EN 61558 und DIN-VDE 0570 beschreiben u.a. die thermische Beständigkeit von Isolierstoffen. Bei elektrischen Maschinen werden Verluste immer in Wärme umgesetzt. Deshalb kann eine zu hohe Erwärmung die Isolation speziell in elektrischen Motoren zerstören.

Isolierstoffklasse Höchstzulässige
Dauertemperatur
max. Temperatur Materialien
Y 95°C Baumwolle, Polyamidfasern, Papier, Formaldehyd
A 105°C 100°C wie Klasse Y mit zusätzlicher Lackierung mit Kunstharzlack, Schellack, Ölharzlack
E 120°C 115°C Drahtlacke, Papierschichtstoffe, Zellulose
B 130°C 120°C Asbest, Glasfaser, Glimmer, mineralische Pressteile
F 155°C 140°C Glasfaser, Asbest, Glimmer, Drahtlacke auf Imid-Polysterbasis
H 180°C 165°C Silikon-Kautschuk, Asbest mit Silikon-Harzen
C über 180°C Glimmer, Porzellan, Glas, Quarz, Keramik

Zusammenhang von Betriebstemperatur und Lebensdauer

Die Temperatur eines Isolierstoffes hat direkte Auswirkungen auf die Lebensdauer und die Isoliereigenschaften eines Werkstoffes. Je höher die Betriebstemperatur eines Isolierstoffes, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls des Bauteiles. Die montsingersche Regel versucht eine generelle Aussage zwischen der Lebensdauer und der Betriebstemperatur eines Isolierstoffes zu treffen. Dabei gilt diese Regel nur angenähert für Isolierstoffe der Klasse A und auch nur im Bereich um die max. Dauertemperatur:

Jede Erhöhung der Betriebstemperatur um 8°C halbiert die Lebensdauer des Bauteils.

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